Casino Ratgeber



Du möchtest zum ersten Mal im Casino Roulette spielen, weißt aber nicht genau, worauf du dabei achten musst? Hier sind die Antworten zu den wichtigsten Fragen, die Casino-Neulinge sich stellen. Nachdem du diesen Ratgeber gelesen hast, bist du gut gewappnet und bei deinem Casino Besuch kann (fast) nichts mehr schiefgehen. 

Im Casino Roulette zu spielen ist ein ganz besonderes Erlebnis. Damit auch schon beim ersten Besuch alles glatt läuft, gibt es hier Antworten auf eure Fragen. In Casinos gibt es Regeln – einige von ihnen sind verpflichtend, andere gehören eher zum guten Ton. Wenn du im Casino nicht unangenehm auffallen möchtest, solltest du unsere Roulette Tipps und Tricks beherzigen. Lies auf jeden Fall als allererstes unsere Roulette Regeln, falls es da noch Unklarheiten gibt.

Jetzt geht es aber an‘s Eingemachte: Immer wieder erreichen uns Fragen zu den unterschiedlichsten Themen rund um Roulette im Casino. Wir haben hier die wichtigsten gesammelt und beantwortet.

Frage 1: Worauf kommt es bei der Tischwahl an?

Roulette TischauswahlWirklich wichtig ist bei der Tischwahl eigentlich nur das Limit. Grob gesagt: Wenn du mit 50 € im Casino bist, kannst du nicht an einem Tisch mit Mindesteinsätzen von 75 € spielen. Suche dir einen Tisch mit einem Limit, mit dem du bei deinem Budget einige Zeit spielen kannst. Ansonsten ist der Spaß mit ein wenig Pech schneller vorbei als dir lieb ist. Die Limits kannst du in vielen Casinos an Monitoren oder Schildern über den Tischen ablesen.

Ein weiterer Faktor ist natürlich der Croupier. Es kann zum Beispiel durchaus einen Unterschied machen, an welchem Punkt er die Kugel bei den Spielen in den Kesseln wirft. Ein guter Croupier wechselt hier regelmäßig die Seiten um ein ausgeglichenes Ergebnis zu garantieren. Wenn dir so etwas auffällt, kannst du durchaus auch nochmals den Tisch wechseln oder den Croupier (freundlich) darauf ansprechen. Die Ankündigung, beim nächsten Mal weniger Trinkgeld zu geben, kann hier auch Wunder wirken.

Frage 2: Was ist das richtige Outfit im Casino?

Wer am Roulette-Tisch steht, möchte ungern durch die falsche Kleidung auffallen. Kurze Hosen, Sandalen und Socken verbieten sich damit von selbst. Einen strengen Dresscode haben heutzutage aber die wenigsten Casinos, Anzug und Krawatte brauchst du also nicht mehr. Eine schöne Jeans, ein sauberes Hemd oder eine Bluse reichen völlig aus, um im Casino zu spielen. Auf der anderen Seite macht das Spielen doppelt Spaß, wenn du als Frau stilvoll im Kleid oder als Mann à la James Bond mit Martini und Smoking am Tisch stehst. Grundsätzlich gilt: Man sollte tragen, worin man sich wohl fühlt. Da macht das Casino heutzutage keine Ausnahme.

Frage 3: Wann bekommt der Croupier Trinkgeld?

Eine gute Frage, bei der viele Antworten denkbar wären. Man könnte beispielsweise nach jedem Gewinn in den sogenannten Tronc zahlen, wenn einem gerade danach ist oder wenn man den Tisch verlässt. Angebracht ist aber nur eine Variante: Wenn der Croupier dir deinen Gewinn zuschiebt, schiebst du sein Trinkgeld (also den Anteil für den Tronc) wieder zurück – ein freundliches Lächeln hat dabei auch noch niemandem geschadet. Damit ist die Angelegenheit mit dem Trinkgeld schnell geklärt und die nächste Runde kann beginnen.

Das Trinkgeld steckt der Croupier übrigens nicht direkt ein. Alle Trinkgelder wandern in den Tronc und werden je nach Position an alle Casino-Mitarbeiter ausgezahlt. Beim Trinkgeld zählt deswegen nicht nur der Betrag sondern auch die Geste: Bist du mit einem Croupier zufrieden, zeige ihm oder ihr das auch.

Frage 4: Wie viel Trinkgeld bekommt der Croupier?

Roulette TrinkgeldNeben einem kleinen Mindestlohn leben Croupiers vor allem von dem Tronc, einer Art Geldtopf. Wenn ein Spieler gewonnen hat, ist es üblich, dass er einen Teil des Gewinns als Trinkgeld an den Tronc übergibt. Bei der Größe des Trinkgelds gibt es keine fixen Vorgaben, sie richten sich aber oft nach Stück, also den jeweiligen Spielchips. Das ergibt Sinn, denn das Trinkgeld sollte natürlich höher sein, wenn mit wertvolleren Spielchips gespielt wird.

Als Faustregel gilt in vielen Casinos: Ein 35tel (oder knapp 3 %) des Gewinns sollte in den Tronc wandern. Bei einem Plein-Gewinn (wenn du richtig auf eine einzelne Zahl gesetzt hast) ist das genau ein Chip für jeden, den du gesetzt hast. Entsprechend verringert sich die Menge der Chips beim Cheval, den Transversalen usw. Natürlich kannst du auch mehr geben, wenn dir der Croupier sympathisch ist oder seinen Job besonders gut macht.

Achtung: In manchen ausländischen Casinos haben Croupiers ein festes Gehalt und es gibt dementsprechend auch keinen Tronc. Im Zweifelsfall solltest du prüfen, ob es am Tisch eine Tasche für den Tronc gibt.

Frage 5: Wie viel Geld brauche ich und wo tausche ich es um?

Das Sprichwort „Man sollte nur mit Geld spielen, das man nicht braucht.“ ist bei dieser Frage eigentlich eine gute Faustregel. Überlege dir, wie viel Verlust du dir im schlimmsten Fall leisten kannst. Casinos freuen sich prinzipiell über jeden Einsatz, da es beim Roulette gewisse Limits (nach oben und unten) gibt, solltest du aber mindestens 40 € einpacken, um einige Runden spielen zu können. Größere Einsätze sind natürlich immer möglich, du solltest dir aber auf jeden Fall auch schon vor deinem Besuch im Casino ein festes Budget festlegen, das du einsetzen möchtest.

Im Casino ist es üblich, dein Geld an der sogenannten „Kasse“ in Spielchips umzutauschen. Es gibt meistens mehrere Kassen, meist auch direkt am Eingang des Casinos. Natürlich kannst du dort auch die Spielchips wieder in echtes Geld zurücktauschen. In manchen – aber nicht allen – Casinos ist es auch möglich, direkt an den Spieltischen Geldscheine in Spielchips umzuwandeln.

Frage 6: Darf ich mein Smartphone / Tablet am Roulette-Tisch rausholen?

Smartphones und Tablets sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken und dürfen auch mit ins Casino genommen werden. In manchen Casinos kannst du sogar über Casino Apps zusätzliche Spiele spielen, wenn du dich innerhalb der Räumlichkeiten einloggst. Es gibt aber auch gewisse Regeln, die du befolgen solltest:

Roulette TabletKeine Fotos (meistens)

Die Kameras von Smartphones werden immer besser und sind schon dafür genutzt worden, die finale Position einer noch rollenden Kugel zu bestimmen. Das Casino möchte solche Betrügereien natürlich unterbinden. Es kann so passieren, dass du freundlich aus dem Casino herausbefördert wirst, wenn deine Kamera zu lange auf den Kessel zeigt. Ansonsten solltest du auch keine Fotos der anderen Spieler machen. Eine kleine Ausnahme: Fotos von dir selbst, das berühmte Selfie, oder deinen Freunden sind erlaubt. Auch hier solltest du die Sache aber nicht übertreiben, um die anderen Spieler nicht zu stören.

Nicht telefonieren

Der Croupier und die anderen Spieler interessieren sich wahrscheinlich nicht für deine Telefongespräche. Wenn du etwas dringendes am Telefon regeln musst, entferne dich vom Tisch. Während du telefonierst bist du außerdem eher unkonzentriert und kannst dem Spiel wahrscheinlich nicht mehr so gut folgen.

Alles andere

Wenn du nur kurz auf die Uhr sehen möchtest oder eine SMS schreiben willst, kannst du dein Handy natürlich aus der Hosentasche holen. Du solltest dir aber darüber klar sein, dass das alles eine Ablenkung ist. Und schließlich wird es erst richtig interessant, wenn man sich in das Spiel vertiefen kann!

Frage 7: Ich kenne den Croupier, darf ich ihn grüßen?

Dein Freund oder deine Freundin arbeitet im Casino? Wunderbar! Du kannst dich schon im Vorfeld über alles Wichtige informieren. Vor Ort musst du aber ein wenig aufpassen. Croupiers werden im Casino nicht mit Namen angesprochen, um ihre Anonymität zu wahren. Sie könnten sonst zum Beispiel erpresst werden, um die Roulettespiele im Interesse von Kriminellen zu manipulieren. Außerdem sind oft Steuerfahnder vor Ort, die ein scharfes Auge auf mögliche Betrügereien werfen.

Es ist kein Problem, wenn du deine arbeitenden Freunde grüßt. Du solltest dir zum Spielen aber einen anderen Tisch aussuchen. Auch Umarmungen solltest du vermeiden, im schlimmsten Fall landest du sonst vor der Tür und dein Freund verliert seinen Job. Steuerfahnder und Casinos achten nämlich sehr genau darauf, dass außerhalb des Troncs kein Geld an die Croupiers wandert – eine Umarmung wäre da die perfekt Übergabemöglichkeit.

Frage 8: Soll ich grüßen, wenn ich mich an den Tisch setze oder wieder gehe?

Roulette Tipps

Wie überall im Leben ist Höflichkeit empfehlenswert, mit Handschlag musst du die anderen Spieler aber auch nicht begrüßen. Ein einfaches „Guten Tag“ reicht, wenn du an den Tisch trittst. Im Anschluss machst du dann deine Einsätze.

Wenn du fertig bist und aufstehst, sammelst du einfach deine Spielchips ein. Förmlich verabschieden musst du dich nicht, ein „Viel Glück noch“ schadet aber auch nicht. Insgesamt ist Roulette kein Spiel der großen Worte. Beherrsche die Fachausdrücke für die Einsätze (Even, Odd, Transversalen, Splits usw.), damit der Croupier weiß, was du willst. Auch freuen solltest du dich nicht zu übermütig.

Frage 9: Was mache ich am Tisch mit meinen Händen?

Roulette ist aufregend und wenn man das Spiel mit Spannung verfolgt, dreht man öfter auch mal einen Spielchip in den Händen. Grundsätzlich gilt aber: Beim Roulette sollte man nicht mit den Chips spielen. Was beim Poker immer toll aussieht und auch toleriert wird, gehört sich beim Roulette eigentlich nicht. Das gilt für das ständige Umschichten aller Chips genauso wie für Spielereien mit einem einzelnen. Im schlimmsten Fall fällt dein Stapel um. Das sieht peinlich aus und wird vom Croupier möglicherweise noch als Wette gewertet.

Ein Problem ist es, wenn du nervös bist und deine Hände nicht still halten kannst. Ein kleiner Geheimtipp: Besorge dir einen Zahnstocher. Ihn kannst du unauffällig in der Hand drehen und deine „zittrigen“ Hände beruhigen, ohne die anderen Spieler damit zu stören.

Frage 10: Darf ich den Croupier nach den Regeln fragen, wenn ich etwas nicht verstehe?

Du bist im Casino, weißt aber nicht so genau, wie Roulette funktioniert? Die Croupiers an den Tischen solltest du eher nicht nach Auskünften zu fragen. Sie haben genug damit zu tun, das Spiel am Laufen zu halten und können „Anfängern“ nur begrenzt weiterhelfen. Es gibt aber zwei gute Möglichkeiten, wie du auch so im Handumdrehen im Geschehen bist und mitreden, und natürlich mitspielen kannst:

Beobachte die anderen

Stelle dich einfach an einen Roulette-Tisch und sieh dem Spiel zu. Wenn du aufmerksam verfolgst, was der Croupier und die Spieler dort anstellen, kannst du schon bald selbst einsteigen. Das Grundprinzip ist ja auch recht einfach: Die Spieler platzieren ihre Einsätze auf dem grünen Feld bis der Croupier „Rien ne va plus“ oder eben „Nichts geht mehr“ sagt. Dann darf nicht mehr gesetzt werden und alle warten ab, wo die Kugel hält. Hier sind die Bereiche, auf die du setzen kannst:

Einfache Chancen:

  • Roulette TableauRouge (Rot, engl. Red) und Noir (Schwarz, engl. Black),
  • Impair (Ungerade, engl. Odd) und Pair (Gerade, engl. Even), sowie
  • Manque (Niedrig, engl. 1–18) und Passe (Hoch, engl. 19–36).

Die Einfachen Chancen bringen dir einen 1:1 Gewinn – sie verdoppeln also deinen Einsatz. Folgende Mehrfachen Chancen bringen noch mehr Gewinn, sind aber auch schwieriger zu erreichen:

  • Plein: Man setzt auf eine der 37 Zahlen, beim Gewinn werden so aus 1 € ganze 35 €.
  • Cheval: Man setzt auf zwei auf dem Tableau benachbarte Zahlen, z. B. 0/2 oder 13/14 oder 27/30. Auszahlungsquote: 17:1.
  • Transversale pleine: Man setzt auf die drei Zahlen einer Querreihe des Tableaus, also z. B. 19, 20 und 21, die Auszahlungsquote beträgt 11:1.
  • Les trois premiers: Man wettet auf die ersten drei Nummern, d. h. auf 0, 1 und 2; die Auszahlungsquote beträgt wie bei der Transversale pleine 11:1.
  • Carré: Man setzt auf vier auf dem Tableau angrenzende Nummern, z. B. 23/24/26/27. Die entsprechende Annonce lautet „Carré 23–27“; die Auszahlungsquote beträgt 8:1.
  • Les quatre premiers: Man setzt auf die ersten vier Zahlen, d. h. auf 0, 1, 2 und 3. Die Auszahlungsquote beträgt wie beim Carré 8:1.
  • Transversale simple: Man setzt auf die sechs Zahlen zweier aufeinanderfolgender Querreihen des Tableaus, z. B. auf die Zahlen 4, 5, 6, 7, 8 und 9. 
  • Douzaines: Die Zahlen 1–36 sind in drei Dutzende eingeteilt, die Gewinnquote beträgt jeweils 2:1. Erstes Dutzend, die Zahlen 1–12. Mittleres Dutzend, die Zahlen 13–24. Letztes Dutzend, die Zahlen 25–36

Frage die Mitarbeiter

Neben den Croupiers an den Spieltischen gibt es natürlich noch weitere Mitarbeiter im Casino. Sie werden dir gerne helfen und die Regeln erklären. Oft gibt es in Casinos auch kleine Broschüren, in denen alles noch einmal kurz erklärt ist. Damit gehst du gut ausgerüstet an den Roulette-Tisch.

Von „learning by doing“, es also einfach mal zu versuchen, ist übrigens abzuraten. Erstens sollte man mit Geldeinsätzen – egal wie hoch – nicht unvorsichtig umgehen, zweitens stören deine „Anfängerfehler“ möglicherweise die anderen Spieler oder sogar den Spielfluss. Das schöne, aber auch gefährliche, am Roulette ist ja, dass man nicht allein spielt. Die Mitspieler sollte man deswegen nicht verärgern und möglichst verantwortungsvoll spielen.

Frage 11: Darf ich am Tisch Alkohol trinken?

In den meisten Casinos wird Alkohol ausgeschenkt, in Amerika ist er sogar oft kostenlos. Dort hatte ein Mann innerhalb von 17 Stunden und 20 Drinks über eine halbe Million Dollar verloren und suchte, nachdem er seinen Kater auskuriert hatte, den Anwalt auf. Wenn Casino-Mitarbeiter bemerken, dass du „unzurechnungsfähig“ bist, dürfen sie dich eigentlich nicht mehr spielen lassen. Empfehlenswert ist es natürlich, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen. Ein Drink am Tisch ist OK, mehr aber nicht. Bedenke auch, dass es selten Möglichkeiten gibt, die Getränke am Tisch abzustellen.

Fazit

Die häufigsten Fragen sollten jetzt geklärt werden. Zum Schluss noch ein allgemeiner Tipp, der einfach klingt, aber häufig das größe Problem darstellt: Denke vor dem Besuch an deinen Personalausweis oder Reisepass – ansonsten kommst du erst gar nicht ins Casino herein!

Jetzt wünschen wir dir viel Spaß bei deinem ersten Besuch im Casino und drücken natürlich die Daumen für dein Roulette Spiel!


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